Burg Plesse

Die Burg Plesse ist eine mittelalterliche Burgruine rund 7 Kilometer nördlich von Göttingen in Südniedersachsen
und steht seit 1978 unter Denkmalschutz.
Die Ruine der Spornburg steht im äußersten Nordwestteil des Göttinger Waldes.
Sie befindet sich auf einem etwa 350 Meter hohen Bergsporn, dem Südwestausläufer des 386 Meter hohen Wittenberges.

Die Burg Plesse wurde auf einem Felsen aus hellem Muschelkalk errichtet.
Der ursprünglich 30 Meter hohe Bergfried wurde 1542 aus Angst vor seinem Einsturz bei Kanonenbeschuss auf 23 Meter gekürzt.
Daneben existiert noch der 22 Meter hohe kleine Turm, der mit einem Durchmesser von gut 7 Metern erheblich schlanker ist .
Der Bergfried kann heute über eine Innentreppe als Aussichtsturm bestiegen werden und bietet einen guten Ausblick
auf Eddigehausen und das Leinetal.


Der Brunnen der Burg Plesse ist Gegenstand zahlreicher Sagen und Legenden.
Einer Erzählung zufolge soll vom Brunnen aus ein unterirdischer Gang zur Quelle Mariaspring geführt haben.
Tatsächlich gab es einen Gang, über den Akten berichteten
Dieser Gang wurde im Ort Eddigehausen, der unterhalb der Burg liegt, gefunden und verband die Burg mit dem Keller
eines Wohnhauses der Domäne.
Archäologisch ist bis heute kein Brunnen auf dem Gelände der Burg nachweisbar.
